Tag: Otto Weis

Otto Weis – Mit Rudolf Gleye verbunden: Lebensweg und Leistung eines Lichtenberger Baubeamten anläßlich seines 145. Geburtstages

30.12.2025. Historisches Kommentare geschlossen

Zum 145. Geburtstag von Otto Weis bietet sich die seltene Gelegenheit, eine weitere Persönlichkeit der Lichtenberger Baugeschichte zu würdigen, die lange Zeit erstaunlich wenig Konturen hatte. Über Jahrzehnte existierte in der öffentlichen Wahrnehmung im Wesentlichen nur ein fester Bezugspunkt: sein Name im Zusammenhang mit dem Stadtbad Lichtenberg. Erst durch intensive Recherchen durch unseren Förderverein, das Zusammenführen verstreuter Verwaltungs- und Verzeichnisquellen sowie durch das Bekanntwerden privater Originalunterlagen konnte in jüngerer Zeit überhaupt ein deutlich klareres Bild vom Leben und Wirken dieses Architekten und Baubeamten entstehen. Damit verbindet sich auch ein Stück Bau- und Erinnerungsgeschichte: Nicht jede Leistung, die im kommunalen Hochbau einer Großstadt erbracht wurde, ist automatisch durch Veröffentlichungen oder eine geordnete Nachlassüberlieferung abgesichert.
Otto Weis soll aus Wiesbaden stammen. Beim genauen Geburtsdatum existieren abweichende Angaben: genannt werden sowohl der 30. Dezember 1880 als auch der 29. Dezember 1881. Unabhängig von dieser Differenz ist eine kleine, aber passende Randnotiz für einen Geburtstagsbeitrag, dass Weis fast „Geburtstagsnachbar“ von Rudolf Gleye ist, der als Mitgestalter des Stadtbads ebenfalls eng mit Lichtenberg verbunden ist: Rudolf Gleye hatte am 26. Dezember Geburtstag; Otto Weis wird wenige Tage später, Ende Dezember, verortet. Diese kalendarische Nähe ist nicht nur eine hübsche Pointe – sie erinnert auch daran, dass sich zwei Biografien im Stadtbad Lichtenberg zu einem gemeinsamen Werk bündeln.

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Dr.-Ing. Rudolf Gleye: Lichtenbergs leiser Modernisierer

26.12.2025. Allgemein, Historisches Kommentare geschlossen

Am heutigen 26. Dezember wäre Dr.-Ing. Rudolf Gleye 145 Jahre alt geworden. Ein Jubiläum, das sich nicht nur für eine biografische Notiz eignet, sondern für eine Würdigung, die etwas Wesentliches über Lichtenberg erzählt: über eine Zeit, in der Stadtentwicklung nicht primär durch Prestige, sondern durch technische und soziale Infrastruktur entschieden wurde. Gleye war Bauingenieur, Stadtbaurat, Verwaltungspraktiker – und damit eine jener Persönlichkeiten, die selten im Vordergrund stehen, deren Arbeit aber den Alltag eines Bezirks nachhaltig prägte. Sein früher Tod im Juni 1926, im Alter von nur 46 Jahren, riss ihn mitten aus Aufgaben, die damals die Zukunft Lichtenbergs mitbestimmten.

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Die weitere Planung des Stadtbades Lichtenberg Teil V

04.06.2019. Allgemein Kommentare geschlossen

Der Vergleich der uns seit einiger Zeit vorliegenden Zeichnungen mit den aufgefundenen Zeichnungen aus dem Jahr Juli 1919 läßt erkennen, dass im Juli 1919 intensiv an der Planung gearbeitet wurde. Vom Kellerbereich und vom Eingangsbereich liegen uns verschiedene Ausführungszeichnungen aus dem Juli 1919 vor.
Auch ist dem Schriftverkehr zwischen Herrn Samtleben und Herrn Uhlig zu entnehmen, dass im letzten Halbjahr 1919 bis Ende 1920 auf der Baustelle „Volksbadeanstalt Lichtenberg“ wahrscheinlich gearbeitet wurde. Wie dem weiteren Schriftverkehr zu entnehmen ist, hat der Stadtbadleiter von Neu-Köln Herr Samtleben vorgeschlagen eine Besprechung über die weitere Planung des Bades durchzuführen. Diese fand am 23. November 1920 im Bauamt Lichtenberg statt.
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