Tag: Schandfleck in Lichtenberg

Erneut kein Investor für das Stadtbad-Lichtenberg gefunden !!!

20.01.2026. Zukunft des Stadtbades Kommentare geschlossen

Das Scheitern des Bieterverfahrens ist ein politisches Alarmsignal

Wie unter anderem der RBB Mitte Januar 2026 berichtete, ist das Bieterverfahren für das historische Stadtbad Lichtenberg (Hubertusbad) ergebnislos beendet worden. Auch andere Quellen bestätigen: Es gab am Ende kein Angebot, das sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch mit den Anforderungen des Denkmalschutzes vereinbar gewesen wäre.
Das ist mehr als eine Randnotiz aus der Immobilienwelt. Es ist eine klare Botschaft an die Berliner Politik.
Denn das Verfahren war kein „freiwilliger Versuch“, sondern die strategische Idee: Ein Investor soll es richten. Angeboten wurde – wie von der BIM im April 2025 kommuniziert – ein Erbbaurecht über 60 Jahre. Dieses Modell sollte zugleich Entlastung für den Landeshaushalt bringen und die Sanierung sowie künftige Nutzung in private bzw. gemeinwohlorientierte Hände geben. Nun ist dieses Konstrukt gescheitert. Und damit ist endgültig bewiesen: Die Hoffnung, dass „der Markt“ dieses Denkmal rettet, ist politisch bequem – aber praktisch unrealistisch.
Wir hatten bereits in unserem Blogbeitrag vom 27.04.2025 auf die Risiken und die trügerische Logik eines solchen Ansatzes hingewiesen. Es kam, wie zu erwarten war: Wer ernsthaft kalkuliert, erkennt schnell die Kombination aus Sanierungsrisiken, Auflagen, Investitionsdruck und langfristiger Betreiberverantwortung – und steigt aus. Nicht, weil das Hubertusbad „wertlos“ wäre, sondern weil die Rahmenbedingungen so gesetzt sind, dass Verantwortung ausgelagert wird, ohne sie finanziell zu unterlegen.

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